Politischer Protest im Internet – Engagement per Mausklick? – Veranstaltung der FES

Wutbürger finden sich überall im Netz. Die Möglichkeiten, sich politisch im Netz zu beteiligen sind enorm und werden immer einfacher. Eine E-Mail-Aktion von Greenpeace unterstützen, eine E-Petition auf Change.org starten, über Facebook-Gruppen oder Tweets seinen politischen Unmut äußern – schön längst findet Protest nicht mehr nur auf der Straße statt. Was das bedeutet, darüber habe ich mit Dr. Mundo Yang von der Universität Siegen und Gregor Hackmack, Gründer Abgeordnetenwatch.de und Deutschlandchef Change.org diskutiert.

Im Internet scheint politischer Protest schnell und unkompliziert zu sein und wenn man den Darstellungen von Gregor Hackmack folgt, dann auch durchaus erfolgreich. Er stellte zahlreiche Beispiele von E-Petitionen vor, die politisch etwas bewegt haben. Deutlich wurde dabei, dass es vor allem klar abgrenzte Themen sind, die eine Chance haben, wie zum Beispiel die Aktion eines Stalking-Opfers, die per Petition eine Reform der Gesetze zum Thema Stalking forderte. Mundo Yang machte jedoch mit anderen Beispielen deutlich, dass nicht jede Protestwelle im Netz auch Erfolg hat und dass eine Vielzahl von Einflussfaktoren das Ergebnis beeinflusst.

Share
This entry was posted in NGOs, Online-Kommunikation, Protest, Soziale Bewegungen, Veranstaltungsbericht. Bookmark the permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.